
Wie sieht er eigentlich aus, der typische ZU-Student? Nach welchen Kriterien würde man ihn beschreiben? Nach Musikalität, Notendurchschnitt, Waldorf-Vergangenheit, Selbstreflektiertheit oder gar schlicht Leistungsfähigkeit? Auf die Frage, wie sich die Studentenschaft einer solch undisziplinierten Universität wie der ZU beschreiben lässt, kann prinzipiell kaum eine ausreichende Antwort formuliert oder gar gefunden werden. Denn es gibt ihn nicht, „den ZUler“. Und das ist wahrscheinlich auch schon die einzige Selbstbeschreibung, die wir hier wagen wollen. Es bleibt also bei einer Frage, deren Antwort nicht festgemacht werden kann. Wo liegt nun aber das Problem der Beschreibung bei einer doch übersichtlichen Hochschule?
Es liegt an der Undiszipliniertheit im Ganzen. Zu verzweigt sind die Ausprägungen der drei Bachelor– und sechs Masterstudiengänge. Zu verschieden die zehn Semesterjahrgänge. Und zu unterschiedlich sind die derzeit rund 500 Studierenden an sich. Ein Zusammenspiel aus Persönlichkeiten, die sich gegenseitig bereichern und neben all der Divergenz eine Atmosphäre der konstruktiven Zusammenarbeit schaffen. Eine Ansammlung von Studierenden, die auf den ersten Blick durch den universitären Komplex zusammengehalten, dessen Bund auf den zweiten Blick jedoch direkt wieder auseinander gerissen wirkt. Ein Bund, dessen Heterogenität sich selbst zu irritieren scheint. Dessen Existenz, aus diesem paradox wirkenden Motiv heraus jedoch ihre Besonderheit erlangt. Tatsächlich gemeinsam haben wir nämlich eigentlich nur eines: die Entscheidung für die ZU. Wie trotz - oder wegen - alledem die Dinge doch zusammenpassen, wie sich ein unbeschreibliches Gemisch aus Bestandteilen zu einem einzigartigen Ganzen fügt, ist im höchsten Maße unwahrscheinlich wie wunderbar und lässt sich nur schwer in Worte fassen. Es ist nicht eine Universität, die uns verbindet. Dass wir sie ausmachen, ist was uns verbindet. Die Gemeinsamkeit ist, dass wir einen Unterschied machen! Ein Unterschied, der dieses besondere und einzigartige Etwas des Einzelnen und Ganzen definiert.
Wer nun zu uns passt, das können wir nicht beantworten und dafür wird es auch in Zukunft keine (!) Kriterien geben. Die Antwort kann nur jeder selbst wissen. Und dies kann man natürlich am besten, wenn man erlebt, welcher Geist hier herrscht. Wenn man spürt, was wir, was die ZU ist. Wo sich die Neugier wecken ließ, wird sie ZU|packen und nicht mehr loslassen, und so sind wir gespannt und freuen uns auf Neues!
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