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Die ZU und ihre Studierenden



Name: Miriam Fritz
Alter: 23        
Studiengang: CME
Semester: 7 (1 M.A.)    


[Schon in der Schulzeit engagierte sich Miriam Fritz sozial und künstlerisch: zum einen beim Sozialpraktikum mit Behinderten in England, zum anderen in der Zirkus-AG bei Akrobatik und Fackelschwingen sowie in der Theater-AG und in der Musik.
Nachdem sie in Mannheim zwar die Begeisterung für ihr Studienfach, nicht aber den Spielraum für Außeruniversitäres fand, wechselte sie im Herbst 2004 an die ZU. Dort fand sie Gelegenheit, in internen und externen Projekten wie der studentischen Organisationsberatung „whyknot“, bei Zusatzveranstaltungen und in Sprachkursen in Spanisch, Russisch und Chinesisch mitzuwirken. Letzteres konnte sie während eines Auslandspraktikums und -semesters bei der Hübner GmbH und an der ZU-Partner-Uni in Shanghai, der Tongji University, ausweiten. Immer begleitet hat sie die Liebe zum Klavierspiel, die sie – egal ob in Shanghai oder München – oftmals Tagesexkursionen unternehmen ließ. Ferner choreographiert sie gerne kleine Stücke zum Fackelschwingen oder im orientalischen Tanz. Zuletzt absolvierte sie ein Praktikum bei der buchanan capital partners GmbH.]



| Die Zeppelin Universität hat diesmal Sie als besonders eigenwilligen Studierenden ausgewählt. Ist das in irgendeiner Weise überhaupt berechtigt?
Sicher ist es schwierig, an der ZU jemanden zu finden, der nicht eigenwillig ist; „berechtigt“ ist daher – insbesondere im Vergleich mit unseren Existenzgründern – mal wieder relativ. Wenn ich denn eigenwillig bin, dann in der Gefahr des Shakespeareschen „sinnlos eigenwillig“: mich z.B. in ein Land und eine Sprache reinzusteigern, das/die an der ZU längst aus der Mode gekommen ist (und in absehbarer Zeit auch buchstäblich veraltet sein wird). Oder eine Abschlussarbeit über ein originär betriebswirtschaftliches Thema aus einer disziplinfremden Perspektive zu schreiben, mit der ich zuvor nicht in Berührung kam.

| Wenn Sie sich selbst mit sieben Worten beschreiben sollten, dann wären dies…:
Unpünktlich, detailverliebt, egoistisch, höflich, verplant, ehrgeizig, leichtsinnig.

| … und die ZU in sieben Worten?
Polarisierend, widersprüchlich, individualisierend, herausfordernd, bescheiden, Aufsehen erregend.

| Inwieweit hat die ZU ihre Eigenwilligkeit unterstützt bzw. nicht verhindert?
Vermutlich wäre keine der verführerischen „Wegabweichungen“ in Mannheim möglich gewesen und sind so letztlich den ZU-typischen Eigenheiten zu verdanken.

| Was war Ihre wichtigste Überraschung in Ihrem bisherigen Studium?
Wenn man in der Erwartung an die ZU kommt, sich auf alles gefasst zu machen, sind Überraschungen unwahrscheinlich.

| Und welche Frage ist noch immer unbeantwortet?
Warum sind die trivialsten Notwendigkeiten und Selbstverständlichkeiten selbst bis zum Abschluss des Studiums „unlernbar“!?

| Wem genau würden Sie von einem Studium an der ZU abraten?
Denen, die – ohne mit anderen Disziplinen fremdzugehen – das Pflichtprogramm ihres Studienfachs schnell und einspurig durchziehen möchten.

| … und wem eines empfehlen?
Denen, die gern ihre Grenzen testen, Spinnereien u.a. umsetzen wollen und sich gegenüber der eigenen Disziplin auch mal Seitensprünge erlauben.

| Was dürfen wir von Ihnen noch erwarten – nach dem Studium?
Wenn ich das selbst wüsste… Natürlich am liebsten das Unwahrscheinliche wahrscheinlich machen ;)



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geändert: 07.04.2008